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Beten mit dem Namen Jesus Christus

Formen des stillen Gebetes, der Meditation gibt es in allen religiösen Traditionen. Das christliche kontemplative Gebet ist begleitet von Hingabe und Liebe und lässt diese wachsen. Es ist ein beziehungsorientiertes Gebet in der Ich-Du-Beziehung zwischen Beter und Gott, geprägt von der Ausrichtung auf Jesus Christus, der „Weg, Wahrheit und Leben" (Joh 14,6) ist.

Diese Gebetsweise wurde durch P. Franz Jalics SJ für unsere heutige Zeit weiterentwickelt und durch konkrete (Übungs-)Anleitungen präzisiert. Dabei werden auch klare Hilfestellungen gegeben, mit Schwierigkeiten des Betens umzugehen. Für uns ist diese Art der Hinführung zum kontemplativen Gebet Grundlage und Orientierung für unsere Kursangebote.

Wenn wir aufmerksam den Jesusnamen innerlich anrufen, begeben wir uns selbst in seine Gegenwart und öffnen uns für seine Kraft. Im Namen „Jesus Christus" ist die ganze Person Jesu präsent. Wir richten uns auf seine Person aus, treten mit ihm in Beziehung. Der auferstandene Christus ist in unsichtbarer Weise gegenwärtig und wirksam.

Wenn wir Klarheit für unser Leben brauchen, suchen wir oft instinktiv Zeiten und Orte der Stille. Hier können sich innere Dinge sortieren und klären. Jesus selbst geht immer wieder in die Stille. Er sucht die Wüste, den Gipfel eines Berges, einen Garten, einen Platz am See, den Tempel oder die stille Kammer seines Hauses auf. 

Im stillen Gebet mit dem Namen "Jesus Christus" richten wir uns auf seine Person aus, seine unsichtbare, aber wirksame Gegenwart. Gott ist der „Ich bin da" (Ex 3,14), aber wir können seine Gegenwart oft nicht wahrnehmen. Wir üben uns darin ein, unsere Aufmerksamkeit auf diese Gegenwart zu richten und uns darin zu verankern. Wir lernen, „auf den zu schauen, der nach uns schaut" (Gen 16,13-14)

Das kontemplative Gebet führt uns weg von den Zerstreuungen unseres Lebens, hin zu mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gegenüber unseren Mitmenschen, uns selbst und gegenüber der Schöpfung. Es leitet hin zu einem erfüllteren Leben im Hier und Jetzt. Wie die Lilien auf dem Feld und die Vögel am Himmel versuchen wir, überzogene Sorgen um das Morgen loszulassen und zuerst das Reich Gottes zu suchen, mit dem alles andere geschenkt wird (Mt 6,25-34).

In jedem  Menschen liegt eine Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Heimat, nach Gemeinschaft. Es gibt eine tiefe Sehnsucht nach Beziehung, nach „dem, den meine Seele liebt" (Hld, 3,1). Es ist die Suche nach Sinn und einem gelingenden Leben, nach der kostbaren Perle und dem Schatz im Acker, von der Jesus spricht (Mt 13,44-46).

Der Weg zur inneren Mitte und Quelle unseres Lebens führt über die Stille. „Das Wasser, das ich geben werde, wird im Menschen zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt" (Joh 4,14). Im innersten Bezirk unserer Seele will diese Lebensquelle gefunden werden und sich zum Lebensstrom entfalten (Ez 47,1-12). Aus dieser Quelle werden all unsere Ressourcen gespeist. 

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